Steißbeinschmerzen / Sturz auf das Steißbein

Steißbeinschmerzen / Sturz auf das Steißbein

Viele Patienten erinnern sich daran, dass sie sich in ihrer Kindheit z.B. beim Schlitten fahren kräftig auf den Po gesetzt haben. Den daraus folgenden Rückenschmerz bekamen sie aber erst einige Jahre später. In den osteopathischen Untersuchungen stellen wir häufig einen Bewegungsverlust des Steißbeins fest. Das Steißbein bewegt sich gegenüber dem Kreuzbein. Bewegt sich einer dieser beiden Knochen nicht mehr, kommt es zu einem starken Bewegungsverlust der gesamten Wirbelsäule. Daraus resultieren sehr viele auf den ersten Blick gar nicht mit dem Steißbein in Verbindung zu bringende Beschwerden. Am Steißbeinende liegen sehr wichtige sensible Nerven, welche durch mechanischen Druck bedrängt und so irritiert werden. Da diese Nerven zum vegetativen Nervensystem gehören, sind gewissermaßen Kurzschlüsse im ganzen Körper zu erwarten. Interessanterweise ist unser Rückenmark mit einem Band am Steißbein befestigt. Knickt das Steißbein durch einen Sturz nach vorne, wird ein Zug auf das Rückenmark ausgelöst. Zug auf Nerven (Nerven gespannt wie Drahtseile) - da muss man sicher kein Fachmann sein - verursachen vorsichtig gesagt Reaktionen des Körpers. Der Zug auf das Rückenmark verursacht unter anderem auch einen Zug auf die im Kopf gelegenen Strukturen (Nerven). Beschwerden der Halswirbelsäule und des Kopfes können die Folge sein.
Das Kreuzbein (Os Sacrum) wurde aus dem Lateinischen übersetzt übrigens Heiligbeinwirbel genannt. Das zeigt die Wichtigkeit dieses Knochens wohl am besten - vor allem für die Gesundheit.

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