Beckenschiefstand
Beckenschiefstand
Häufig gestellte Diagnose, die schulmedizinisch ebenso häufig mit Schuheinlagen behandelt wird.
Der Patient leidet häufig an Rückenschmerzen oder einem Bandscheibenvorfall der Lenden-und Halswirbelsäule. Das Becken hat hinten zwei und vorne eine Möglichkeit sich zu bewegen. Die Beckenstellung oder auch Bewegungen der Beckenschaufeln sind häufig abhängig von den darin liegenden Organen. Die Harnblase, Gebärmutter, Darm aber auch die Nieren können einen Einfluss nehmen auf die Position bzw. Beweglichkeit des Beckens.
In der osteopathischen Philosophie ist das Becken sprichwörtlich als „Mülltonne“ bekannt.
Dies bedeutet, dass Fehlstellungen des Fußes durch Verletzungen, der Kniegelenke aber auch der Hüftgelenke Fehlstellungen im Becken von unten nach oben verursachen können. Es ist hierbei nicht ausschlaggebend, ob z.B. die Verletzung des Fußes vor vielen Jahren entstanden ist. Unbehandelte Fehlstellungen bleiben häufig bestehen. Probleme der Wirbelsäule oder auch der aufgeblähten Bauchorgane, fordern häufig auch eine Anpassung des Beckens von oben herab. Diese von oben und unten wirkenden Einflüsse, werden sozusagen in das Becken geworfen wie in eine Mülltonne. Der Osteopath begibt sich wieder auf die Suche nach der störenden Struktur, um das Becken gerade zu stellen.
Eine Behandlung bei einem Bandscheibenvorfall kann somit z.B. eher erfolgreich werden, wenn die Beckenfehlstellung korrigiert wird. Die Behandlung der diversen Fehlstellungen der Darmbeinschaufeln, des Kreuzbeins, sowie deren diverser Einflüsse auf entfernt liegende andere Strukturen des Körpers stellt eine Domäne der Osteopathie dar.